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Persepolis und der Kauf von Punkten aus der League One: ein strategischer Schritt oder eine rechtliche Notwendigkeit?

16. September 2026 um 06:43

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Der Kauf von Punkten eines Drittligisten durch Persepolis ist eine technische Maßnahme zur Stärkung der ersten Mannschaft. Ihr Erfolg hängt von einer sorgfältigen Umsetzung, kontinuierlichen Investitionen und intelligentem Management ab. Sie könnte den Weg für einen Wandel im iranischen Fußball ebnen – von einem konsumorientierten und kostenintensiven System hin zu einem wertschöpfungsorientierten.

Laut einem Bericht zur Sportökonomie, der von Tejarat News zitiert wird, hat die Persepolis Sports Cultural Company kürzlich die Gründung einer zweiten Mannschaft angekündigt. Dazu wurde eine Ausschreibung zum Kauf von Punkten einer Mannschaft in der ersten Liga (Azadegan Cup) veröffentlicht, um diese in das Kodal-System aufzunehmen. Diese Maßnahme, die vom Vorstand genehmigt und vom Geschäftsführer vorgeschlagen wurde, erscheint zwar auf den ersten Blick wie eine rein technische Entwicklungsentscheidung, hat aber aus sportökonomischer Sicht und im Hinblick auf die iranischen Fußballgesetze weitreichende Konsequenzen, die in diesem Bericht erläutert werden.

Es ist endlich bezahlt.

 Ist diese Handlung rechtlich zulässig?
 Die entscheidende Frage in diesem Fall ist, ob diese Maßnahme mit den Fußballregeln und der Vereinsstatuten vereinbar ist. Angesichts der Struktur der iranischen Fußballligen ist die Existenz von zweiten oder „B“-Mannschaften in den unteren Ligen ein neues Phänomen, das sich bisher jedoch nicht durchgesetzt hat.
 Aktuell stellen die Wettbewerbsbestimmungen der iranischen Fußballligaorganisation kein explizites Hindernis für die Teilnahme von „B“-Mannschaften an unteren Ligen dar (vorausgesetzt, sie befinden sich nicht in derselben Gruppe wie die Hauptmannschaft derselben Liga).

Da Persepolis in der Premier League spielt, kann die zweite Mannschaft des Vereins in der ersten Liga (Free League) antreten. Dieses Modell ist in vielen renommierten Fußballnationen der Welt üblich und gilt als nachhaltiger Entwicklungsweg für Vereine.

 Die Geschichte dieser Aktion im Weltfußball
 Der Einsatz von zweiten oder „B“-Mannschaften in der Struktur nationaler Ligen gilt als wichtige Infrastruktur für die Talentförderung und als Brücke zwischen Akademie und Hauptmannschaft.

So hat beispielsweise der FC Barcelona kürzlich einen Plan genehmigt, die Struktur seiner zweiten Mannschaft vollständig mit der ersten Mannschaft zu verschmelzen, damit die zweite Mannschaft zu einer Art Talentreserve für die erste Mannschaft werden und junge Spieler nicht zu niedrigen Preisen abgeworben werden.
 Real Madrid, dessen zweite Mannschaft, Castilla, in den unteren Ligen spielt, ist in dieser Hinsicht ein historisches Beispiel. Der Verein gab kürzlich sogar 380.000 € aus, um den Klassenerhalt seiner dritten Mannschaft in der vierten Liga (Segunda División) zu sichern. Auch Manchester City hat in England ein Angebot abgegeben.

Der Einstieg von B-Mannschaften in die unteren Ligen wurde schon oft diskutiert, und die Vereinsführung ist der Ansicht, dass dies eine Lösung für die Finanzkrise kleiner Vereine darstellt und gleichzeitig eine Möglichkeit bietet, junge Spieler zu entwickeln, die sonst durch hohe finanzielle Angebote deutscher Vereine verloren gingen.

 Erfahrungen im Inland
 Ein Blick auf die Erfahrungen Irans auf diesem Gebiet zeigt, dass der Persepolis Club schon mehrmals zuvor eine „B“-Mannschaft aufgestellt hat; das erste Mal war im Jahr 2009, als die Persepolis „B“-Mannschaft zusammen mit Sarmer gebildet wurde.

Der von dem verstorbenen Mehrdad Minavand gegründete Verein Bigari gewann die Teheraner Provinzliga und stieg in die dritte Liga auf, wurde aber 2013 aufgrund finanzieller Probleme und der Nachlässigkeit des damaligen Managements aufgelöst. In den 1980er Jahren erwarb der Verein zudem eine zweite Mannschaft durch den Kauf der Spielberechtigung des Delvar Afzar Reds Club, der in der Azadegan-Liga spielte. Für diese Mannschaft spielten unter anderem Bahadur Abdi und Behnam Abolghasempour.
 Danach wurden 2015 und 2017 erneute Anstrengungen unternommen, das "B"-Team wiederzubeleben, was jeweils zur D.-Mannschaft führte.

Die Schwierigkeiten im Management und in der Finanzierung blieben erfolglos, und nun, nach der jüngsten Ausschreibung zum Kauf der Franchise eines Teams der League One, unternimmt der Persepolis Club einen vierten Anlauf für dieses Projekt. Experten sind jedoch der Ansicht, dass der Erfolg dieses Vorhabens von der Entschlossenheit des Managements und der Bereitstellung nachhaltiger finanzieller Mittel abhängt, da frühere Erfahrungen gezeigt haben, dass solche Projekte ohne kontinuierliche finanzielle Unterstützung zum Scheitern verurteilt sind.
 Neben Persepolis haben auch andere große iranische Vereine Erfahrung mit der Gründung von zweiten Mannschaften.

Dies ging einher mit finanziellen und organisatorischen Höhen und Tiefen. So gründete der Esteghlal Club 2014 die Mannschaft Esteghlal „B“, die später in Esteghlal Zahedan umbenannt wurde und den Aufstieg in die zweite Liga schaffte. Dieses Projekt wurde jedoch aufgrund finanzieller Probleme ebenfalls eingestellt. Der Sepahan Club hingegen gründete 2004 Sepahan Novin und schuf damit eines der erfolgreichsten Beispiele für eine Zweitligamannschaft im Iran. Diese Mannschaft schaffte es sogar bis in die Premier League, scheiterte jedoch an den Regeln, die die Existenz zweier Mannschaften unter derselben Eigentümerschaft verbieten.

Auf höchstem Niveau der Liga scheiterte die Mannschaft am Weiterkommen und ihre Punkte wurden ihr aberkannt.

 Ökonomische Dimensionen: Investition oder Kosten?
 Aus sportökonomischer Sicht kann der Kauf der Franchise eines Teams der League One und der Aufbau eines effizienten „B“-Teams als langfristige Investition mit signifikanter Rendite interpretiert werden:
 1. Reduzierung der Spielerverpflichtungskosten und Steigerung der Einnahmen: Das Hauptziel der zweiten Mannschaft ist die Entwicklung junger, talentierter Spieler aus der eigenen Akademie, um teure Neuzugänge auf dem Transfermarkt schrittweise zu ersetzen. Dies ist ein ökonomisches Modell.

Es ist effizient, weil der Verein, anstatt Geld für den Kauf von Spielern auszugeben, wertvolle Vermögenswerte schafft, indem er in die Jugend investiert, die entweder in Zukunft der ersten Mannschaft helfen oder durch den Verkauf an andere Vereine eine große Einnahmequelle darstellen kann.
 2. Steigerung des Liganiveaus und der Investitionsattraktivität: Der Beitritt eines Teams mit der finanziellen Stärke und dem Markennamen von Persepolis zur Azadegan-Liga kann die Einnahmen der Liga aus Übertragungsrechten, Ticketverkäufen und Sponsorengewinnung erhöhen. Dies eröffnet neue Investitionsmöglichkeiten.

Dadurch entstehen kleinere Vereine und es kommt zu einer stärkeren Professionalisierung der gesamten Ligastruktur.
 3. Schaffung einer Plattform für die Trainerentwicklung: In vielen Ländern dienen B-Mannschaften als Talentschmiede für junge Trainer und zum Testen neuer Taktiken. Pep Guardiola und Luis Enrique, die Barcelona B trainierten, sowie Zinedine Zidane, der Real Madrid Castilla betreute, verdeutlichen die Bedeutung dieser Mannschaften für die Nachwuchsförderung im Verein.
 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Team Lee beim Kauf von Punkten punktet.

Der Schritt von Persepolis ist mehr als eine rein technische Maßnahme zur Stärkung der ersten Mannschaft; es handelt sich um eine wirtschaftlich-strategische Entscheidung. Obwohl der Erfolg dieses Projekts von einer sorgfältigen Umsetzung, kontinuierlichen Investitionen und einem klugen Management abhängt, könnte dieser Schritt angesichts erfolgreicher internationaler Erfahrungen den Weg für einen Wandel im iranischen Fußball ebnen – von einem konsumorientierten und kostspieligen System hin zu einem, das auf Wertschöpfung und nachhaltiger Entwicklung basiert.
 Der langfristige Erfolg dieses Programms erfordert jedoch finanzielle Transparenz und die uneingeschränkte Einhaltung der Regeln der SA.

Es ist an der Zeit, dass die Liga und letztendlich auch dieses Team zu einer Einnahmequelle werden und nicht nur zu einer unvermeidbaren Ausgabe.
 Mehdi Hajivand, Experte für Sportökonomie
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